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Waorani-Frau Dayuma verstorben

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Hintergrund aus der Lateinamerikaumschau:

Sie bildete einst die Brücke zwischen dem isolierten Stamm der Waorani und der Zivilisation. Sie stellte nicht nur den Kontakt zur Außenwelt her, sondern machte auch das Erlernen der Waorani-Sprache möglich. Damit trug sie in großen Teilen dazu bei, dass Vertrauen zu ihrem Stamm aufgebaut werden konnte. Als junges Mädchen floh Dayuma von den Waorani, nachdem ihr Vater ermordet worden war. Sie war damit einer der Ersten ihres Stammes, die Kontakt mit der Außenwelt suchten. Dayuma kam in Kontakt mit der Organisation Wycliffe, die damals in Ecuador arbeiteten, und der Missionarin Rachel Saint. So wirkte sie auch an großen Teilen an der Bibelübersetzung in die Sprache der Waorani mit. Außerdem sorgte sie bei der ecuadorianischen Regierung für die Rückgabe des Waorani-Stammesgebietes.

Die Waorani, die auch unter dem Namen „Auca“ bekannt sind, erregten 1956 weltweites Aufsehen, als fünf amerikanische Missionare von Stammesmitgliedern ermordet wurden. Heute gibt es im Amazonastiefland zahlreiche christliche Waorani-Gemeinden. Der Kontakt zur Außenwelt ermöglichte außerdem die Beseitigung von grausamen Stammesritualen. 
 

Video: Die Geschichte der Missionarin Rachel Saint